Der Kampf um Freiheit
Wie brechen wir das Schweigen?
Mit Schreiben?
Was bricht geschriebene Gesetze?
Es sind die Wörter, sind die Sätze,
Die immer wieder widersprechen,
Die Gegenseiten konstruieren,
Die Polarisierung schwächen,
Die Tatsachen nicht zensieren.
Wer schreibt diese Worte?
Diese Reporte?
Sind es die Gesetzesbrecher?
Es sind die Schreiber, sind die Sprecher,
Die immer wieder Fragen stellen,
die wissen wollen, nicht nur glauben.
Die Hinterfrager von Fakten und Quellen,
mit wachem Geist und offenen Augen.
Wer schreibt diese Verbote und Gesetze?
Diese Hetze?
Wer profitiert von dieser Stille?
Die mit der Macht und mit dem Willen,
ihre eigene Gier zu stillen.
Die Lügen wieder und wieder erzählen
Bis sie diese selber glauben,
Die Menschen für ihre Meinung quälen,
Die anderen ihre Freiheit rauben.
So bleibt der Kampf um Freiheit,
Der Kampf, von dem wir alle Zeugen werden.
Es ist der Kampf unserer Zeit,
Ein Kampf, für den viele Menschen sterben.
Es ist ein Kampf, um Macht und Geld,
Der rücksichtslos ausgefochten wird.
Es ist ein Kampf, um diese Welt,
Den man schweigend nur verliert.
Deswegen müssen wir reden,
Nur so können wir etwas bewegen.
Deswegen müssen wir schreiben,
Nur so können wir uns zeigen.
Sichtbarkeit ist die Währung dieser Zeiten,
Es ist ein Zeichen des Widerstands.
Gedanken sind sich so am Verbreiten,
doch auch das Denken wird zum Kampf.
Wenn Denken ein Bruch der Regeln ist
Und eine Frage plötzlich Verrat,
So wird die Gesellschaft stumm und trist,
So wird eine Diktatur aus einem Staat.
So werden die, die dem Schweigen nicht folgten
Auf einmal von Menschen zu Verfolgten.
Es verstummen die, die reden sollten,
Die die Welt verändern wollten.
Können wir ihnen dies verübeln?
Angst ist eine natürliche Reaktion.
Wir sollten die verurteilen, die verfolgen und verprügeln,
die, die andere bedrohen.
Doch wir dürfen nicht vergessen,
Dass Stimmen, jene, die Bestimmen,
Unter Druck setzen und stressen,
Da sie Rechenschaft erzwingen.
So müssen wir uns selber Fragen,
„Soll ich reden und schreiben oder untätig schweigen?“
Wie lange können wir die Stille ertragen?
Können wir uns richtig entscheiden?
Wie viel ist ein Menschenleben wert?
Weniger als die Moral?
Wie viel bleibt einem Menschen verwehrt
Hat er keine freie Wahl?
Was ist mit den Menschen, die niemals schreiben konnten?
Die keinerlei Bildung erhielten.
Weil sie aufwuchsen in Armut oder an Fronten,
Arbeiteten, kämpften und nicht lernten und spielten.
Es sind die, ganz ohne Macht,
Erzogen zu gehorchen, nicht zu denken.
So werden sie gefügig gemacht.
So sind sie einfacher zu lenken.
Sie sind dann einfacher zu entmenschlichen
Und widerstandslos zu unterdrücken.
Dann werden sie mit Tieren verglichen
Und der Ton des Schweigens bricht die Brücken
Zu Menschen, die alle Menschen schätzen
Und die das Leben zu würdigen wissen.
Die heilen wollen und nicht verletzen
Mit Mut, Mitgefühl und Gewissen.
Wir müssen aufmerksam lauschen
Dem Flüstern, dass uns noch erreicht.
Es filtern aus dem chaotischen Rauschen,
Doch zuzuhören ist nicht leicht.
Wir fühlen uns oft so machtlos dabei,
Als könnten wir nichts verändern
Hören wir das Flüstern, das Flehen, den Schrei
Aus weit entfernten Ländern.
Aber wir können es nicht verdrängen.
Wir müssen weiterhin hinterfragen und diskutieren.
Aus Menschen werden Menschenmengen,
die sich zu Großem inspirieren.