Herr Faschismus klopft an und sagt wer er sei
Frau Demokratie fragt: „Ja, sind sie denn frei?“
Herr Faschismus sagt: „Nein. Doch die Menschen erkennen mich nicht mehr.
Die Zeit geht vorbei und das Gedächtnis wird leer“
„Ja, wer denken die denn wer Sie sind?“, fragt Frau Demokratie verstimmt.
Und Herr Faschismus grinst. „Patriot“, sagt er, „Und Rechtsextremist.“
„Aber die Justiz?“, fragt Frau Demokratie, „Erkennt sie denn nicht Ihr wahres Gesicht?“
Frau Justiz betritt den Raum:
„Ach mein Gericht.
Sie betiteln und ordnen, doch die Menschen stört das nicht. Sie wählen wegen, nicht trotz weil er Faschist.“
Frau Demokratie stockt. „Und nun?“, fragt sie, „er steht da, also was sollen wir tun?“
Frau Justiz lacht:
„Er ist ja noch draußen, da wird erstmal gar nichts gemacht“
Frau Demokraties Lächeln vergeht. „Aber wenn er drin ist, dann ist es doch zu spät“
Frau Justiz zögert nicht. „Sicher. Doch so funktioniert das Gericht.“
Frau Demokratie fragt verwirrt: „Aber macht sich denn niemand Sorgen?“
Und Frau Geschichte erwidert: „Niemand denkt an gestern, alle nur an morgen“
Herr Faschismus entweicht ein Lächeln: „Es war nichts als ein kleines Schwächeln. Vertreiben wollt ihr uns wohl nicht.
Dabei zeigen wir doch schon längst unser wahres Gesicht“
Frau Justiz nickt: „Was legal ist wird nicht fortgeschickt“
Frau Geschichte zögert: „Das stimmt zwar. Doch danach sind wir schon nicht mehr da“
Frau Demokratie versucht es ein letztes Mal: „Wehren sich die Menschen nicht in großer Zahl? Niemals ist er ihre erste Wahl“
Herr Faschismus klopft an und sagt wer er sei.
„Die Menschen wählen mich doch bereits. Was nun kommt ist meine Zeit. Und was geht ist das deine. Die Freiheit“